Über uns

Die deutsche Gemeinde der Jôdo Shû

Zur Zeit finden Nenbutsu-Treffen nur online statt. Regelmäßige Informationen hierzu finden Sie unter „Neues„. Wenn Sie an einer Teilnahme Interesse haben oder mehr Informationen haben möchten, können Sie dies gerne per E-Mail an konen(a)jodoshu.eu anfragen.

Hônens buddhistische Lehre im Rheinland.

Der Jôdo Shû European Center of Buddhism hat seinen Sitz etwa 100km außerhalb von Paris. In Deutschland wird die europäische Jôdo Shû von „rheinbuddhistisch“ in der Nähe von Bonn am Rhein vertreten.
Der Name „rheinbuddhistisch“ entsteht aus einer über Landesgrenzen und Nationalitäten hinausgehenden Verbundenheit zum Fluss und den ihn umgebenden Regionen und Menschen mit ihren kulturellen Eigenarten. Vielleicht auch augenzwinkernd wegen einer möglichen Assoziation „Reines Land“ – „Rheinland“?

Gerne laden wir zu einem regelmäßigen Nenbutsu-Treffen in privatem Rahmen ein.
Termine unserer „Nenbutsu-no-Kai“ finden Sie unter Neues .
Weiterhin führen wir buddhistische Zeremonien (hôyô) zu verschiedenen Anlässen nach dem Ritus der Jôdo Shû durch. Informationen hierzu auf Anfrage.

„rheinbuddhistisch“ ist kein Verein und erhebt keine Mitgliederbeiträge. Stattdessen bitten wir um direkte Spenden an Tafeln, Hospize oder andere soziale Einrichtungen in Ihrer Nähe.

Wir gehen im Rahmen von „rheinbuddhistisch“ keinerlei wirtschaftlicher Tätigkeit nach.
Jeder Mensch ist bei uns willkommen und wird respektiert, unabhängig von Nationalität, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, sexueller Orientierung oder anderen Kategorien. Freundlichkeit im Umgang miteinander ist uns sehr wichtig. Wir lehnen jede Art von Personenkult oder „Vergötterung“ von lebenden Personen ab.

Die Teilnahme an unseren Nenbutsu-Treffen ist kostenlos.
Ab Ende Juli 2021 findet unsere „Nenbutsu-no-Kai“, das monatliche Treffen zur Nenbutsu-Rezitation, vor Ort und online per Zoom statt.

Das Ahrtal bei Bonn

Die Nenbutsu-Rezitation ist eine einfache Glaubenspraxis, die man normalerweise privat und gut einzeln für sich an jedem Ort und zu jeder Zeit durchführen kann. Gerne möchten wir uns aber von Zeit zu Zeit mit Gleichgesinnten zu einer gemeinsamen Rezitation und anschließendem lockeren Gedankenaustausch treffen.

Es braucht kein intensives Studium aller buddhistischen Schriften und keine philosophischen Vorkenntnisse, um das Nenbutsu zu praktizieren. Im Hinblick auf soziale Stellung, Vermögen, Geschlecht, Bildungsgrad usw. ist es völlig gleich, wer das Nenbutsu praktiziert. Wichtig ist für Hônen der emotionale, nicht der intellektuelle Zugang zu Buddhas Lehre. Zentraler Punkt ist, dass das Nenbutsu mit der richtigen Herzenseinstellung praktiziert wird, die von drei Aspekten herrührt („das dreifache Herz“):
das „tiefgehende“ Herz, das von tiefem Glauben an die Wirkung des Nenbutsu im Hinblick auf die Geburt im Reinen Land des Amida Buddha erfüllt ist;
das „wahrhaftige“ Herz, das ehrlich zu sich selbst ist und sich selbst mit allen Fehlern und Schwächen so akzeptiert, und auf die Kraft des Amida Buddha vertraut;
sowie das „verdienst-widmende“ Herz, das alle eigenen Verdienste der Geburt im Reinen Land widmet.

Im Ahrtal bei Bonn

Natürlich praktizieren vor allem wir ordinierten Mönche und Nonnen zusätzlich zum Nenbutsu noch die Rezitation und Kontemplation der Drei Sutren des Reinen Landes sowie andere Anrufungen und Rezitationen. Im Prinzip sind diese jedoch nur „Hilfspraktiken“, die dem Nenbutsu (der namentlichen Anrufung Amida Buddhas – „Namu Amida Butsu“) untergeordnet sind. Diese Anrufung kann im Sitzen, Stehen, Gehen oder Liegen über einen längeren oder sehr kurzen Zeitraum praktiziert werden – das ist jedem Menschen selbst überlassen.

Unsere Glaubenspraxis ist also sehr einfach:
– tiefes Vertrauen auf die „andere Kraft“ Amida Buddhas und die Geburt ins Reine Land
– Ehrlichkeit zu sich selbst und Erkenntnis der eigenen Unzulänglichkeit
– tägliche Rezitation des Nenbutsu „Namu Amida Butsu“ so oft es geht, im Vertrauen auf Amida Buddhas Gelübde, alle Menschen, die seinen Namen anrufen, ohne Unterschied in sein Reines Land aufzunehmen
– unseren Mitmenschen und anderen Lebewesen Gutes tun, und diese Taten unserer Geburt ins Reine Land zu widmen.

Es kommt also – neben dem „gyô“, der täglichen Nenbutsu-Rezitation – vornehmlich darauf an, was auch die rheinische Redewendung besagt: „de Hauptsach es, et Hätz es joot“ – die Herzenseinstellung ist wichtig.